Freitag, 26. November 2010

Schnee, Schnee und nochmals Schnee...

Ein Schneesturm nach dem anderen und dann auch noch Stromausfall am Dienstag... Der Winter hat Linköping fest im Griff. Wir haben hier jetzt 30 cm Schnee und es eine wahre Freude über die vereisten Flächen und den Matschschnee auf den Gehwegen zur Uni zu radeln oder zu gehen.
Zeitweise bin ich nur noch Bus gefahren, weil ich keine Lust hatte mich durch den Schnee nach Hause zu kämpfen.
Dienstag abend waren Doris, Gesa und ich dann noch hier in Linköping beim Ice Hockey. Von der Uni aus, kann man günstige Tickets erwerben und die Studenten haben dann einen eigenen Bereich ganz oben in der Halle. So konnten wir das gesamte Spielfeld erblicken. Das Spiel war sehr spannend und es war lustig mitanzusehen wie oft die Spieler in so einem Spiel wechseln. Ich hatte mich erst gewundert warum man 22 Spieler braucht, wenn immer nur 5 Mann auf dem Feld sind. Ab und zu habe ich mich auch erschrocken, wen ei SPieler gegen die Band gekracht ist - das hat sich teilweise echt gefährlich angehört! Eine richtige Prügelei, wie man das aus dem Fernsehen so kennt, gab es nicht Aber geschubts und kleine Rangeleien gab es dann doch. Zeitweise mussten von der gegenrischen Manschaft 3 Mann auf die Strafbank, weil sie einen Spieler vom LHC (Linköpings Ice Hockey Club) gefoult haben. 


da hat der LHC grad ein Tor geschossen







Morgen fahre ich dann mit den Mädels mal wieder nach Stockholm um uns dort den Weihnachtsmarkt anzuschauen :) Ich hoffe das es nicht so doll schneit und dass die Sraßen und Gehwege frei sind.

Sonntag, 21. November 2010

Uppsala und Schnee, Regen, Schnee... und Trollschlaget

Oh Mann! Das Wetter hier in Schweden kann einen etwas depressiv machen! Erst schneit es, dann regnet es und der Schnee taut weg, dann schneit es wieder, dann gibt es ekligen Schneeregen und heute regnet es wieder immerfort... Das ganze Grau macht einen ganz kirre. Kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich hier das letzte Mal die Sonne richtig gesehen habe... Davon mal abgesehen, dass man hier nicht mehr viel von der Sonne hat... Um 15 Uhr geht sie hier mittlerweile unter und spätestes um 16 Uhr ist hier Nacht. Einen kleinen Vorteil hat es denn aber doch, dass die Sonne etwas früher untergeht: Man hat mehr Zeit die Weihnachtslichter zu betrachten. Die Schweden fangen hier schon ein paar Tage früher als in Deutschland mit der Weihnachtsdeko an. Gestern habe ich auch schon die ersten beleuchteten Weihnachtsbäume gesehen. Zudem ist es in Schweden verbreitet bestimmte Gebäude, Denkmäler und Co. mit Licht in verschiedenen Farben anzustrahlen oder ganze Lichtershows an Häuserwänden abzuhalten. Als wir gestern in Uppsala waren haben wir uns dort nämlich die "Allt Ljus" (Alles Licht) angeschaut. Wie oben schon beschrieben wurde daber mit verschiedensten Lichteffekten und Musik gearbeitet. Dadurch dass es in Uppsala geschneit hatte, waren die Lichteffekte noch beeindruckender :) 
Aber eventuell sollte ich am Anfang von unserem gestrigen Ausflug starten: 
Früh morgens hatten wir uns zu fünft (Gesa, Doris, Pascal, Simon und ich) mit dem Zug nach Uppsala aufgemacht. Nach 3,5 Stunden Fahrt kamen wir an unserem Ziel an. Da Pascal vor ein paar Jahren mehrere Wochen einen schwedisch Kurs gemacht hat, kannte er sich gut aus und konnte uns führen. Unser erster Halt war wie immer die Touristeninformation, wo wir anderen uns mit Info-Material und Karten austatten. Danach ging es in den Dom. Der Dom in Uppsala ist der größte in ganz Skandinavien und wirkte auch sehr beieindruckend mit den großen bunten Glasfenstern und den künstlerisch hochwertigen Deckenmalereien. Anschließend gingen wir ins Gustavianum, einem Museum über die Geschichte und die verschiedenen Forschungsbereiche der Universität in Uppsala. Die Universität in Uppsala ist die zweitälteste Universität Skandinaviens und hat daher auch etwas mehr Studenten als die Universität in Linköping. Im Gustavianum gibt es auch einen alten Vorlesungszahl für Mediziner wo unten in der Mitte ein Tisch zum sezieren von Leichen steht. Zudem wurden in dem Museum verschiedene konservierte, ausgestopfte und mufizierte Tiere ausgestellt. Sogar ein menschliches Gehirn schwamm da in einem Glas, was Doris und ich doch schon etwas eklig fanden. Daher waren wir auch ziemlich schnell fertig in dem Museum. Wir haben dann auf die anderen 3 gewartet und sind dann erstmal bei Burger King eingekehrt um uns etwas zu stärken. Danach sind wir dann einen nicht enden wollenden Berg zum Schloss hochgestiefelt. Die Aussicht auf dem Schlossberg hat den anstrengenden Aufstieg, aber wieder wett gemacht. Von dort oben konnte man die ganze Stadt überblicken und hatte einen tollen Blick auf den Dom. Nachdem wir eine Runde ums Schloss gedreht haben und einen kleinen Abstecher in. dass sich im Schloss befindene, Friedensmuseum gemacht haben, gingen wir zur Unibibliothek Carolina Rediviva . In der Bibliothek befindet sich eine Silberbibel aus dem 4. Jahrhundert. Das besondere an dieser Bibel ist, das mit Tinte die Silber enthält (daher auch der Name Silberbibel) auf purpunem Pergament geschrieben wurde. Außerdem wurde dort weitere historische Bücher mit Malereien und antike Karten ausgestellt. Auf einer dieser Karten habe ich sogar Demmin entdeckt ;) Da es schon dunkel war als wir die Bibliothek verließen, konnten wir gleich mit dem Rundgang der "Allt Ljus" durch die erleuchtete Stadt starten. Besonders gut hat mir das angestrahlte Schloss gefallen, da es dort eine richtige Lichtershow mit Musik gab. Auf dem Rundgang waren dann eben noch weitere Gebäude, Plätze, Wege, Brücken oder einfach nur Bäume mit Scheinwerfen dekoriert bzw angestrahlt. Nachdem wir eine gute Stunde uns alle Lichter angeschaut haben, sind wir bei einem Italiener eingekehrt und haben dort lecker gegessen und uns aufgewärmt. Danach ging es dann wieder mit dem Zug nach Hause. Auf der Rückfahrt hatten wir noch eine knappe Stunde Aufenthalt in Stockholm, wo wir uns dann alle noch mit einem heißen Getränk versorgten bevor es endlich zurück nach Hause ging. Halb eins konnte ich mich dann endlich in mein Bettchen legen und mich von dem Tag ausruhen.


der Dom in Uppsala

ein Domfenster

im Gustavainum




Allt Ljus am Schloss






Am Donnerstag nach Uppsala war ich noch auf dem Trollschlaget (wieder ein Kravall). 



Sonntag, 14. November 2010

Lasertrippen, Schwedisches Kino, Wintereinbruch und Gottesdienst

So jetzt endlich mal etwas akutellere Neuigkeiten von mir :)

Letztes Wochenende und dieses Wochenende waren wir mal nicht in der Weltgeschichte unterwegs, sondern haben uns ein etwas ruhigeres Wochenende gemacht. Das soll aber natürlich nicht heißen, dass ich keine spannenden Sachen erlebt habe :)

Letzten Freitag wollte ich mit ein paar Freunden ins Flamman (ein anderer Studentenclub) gehen. Daher haben wir bei mir in der Wohnung ein wenig Pre-Party gemacht. Als wir uns denn nachts beim Club waren, standen da bestimmt 100 Leute in der Schlange, sodass wir gleich wieder abgedreht sind und mit der After-Party bei mir weiter gemacht haben :) Die Schweden haben hier nämlich ein dreiteiliges Party-System, bestehend aus Pre-, Main- und Afterparty :)

Am Samstag war dann wieder ein Kravall. Der nannte sich Lasertrippen und versprach, wie der Name erahnen lässt, eine Lasershow. Ich war mit Gesa, Doris, Simon und Pascal da. Leider war dieser Kravall ein ziemlich Reinfall. Erst war ganz lange tote Hose, die Lasershow war naja nix besonders (Als Lasershow hätte ich das jetzt nicht bezeichnet) und die Musik lies zwischendurch auch echt etwas zu wünschen übrig. Zudem hatte ein ziemlich alkoholisierter, nerviger und stinkender Schwede gefallen an unserer Gruppe gefunden und wollte mit uns immer irgendwelche abartigen Dancemoves machen. Ich hatte irgendwann so die Schnauze voll (weglaufen brachte irgendwie nix, der kam immer hinter her), dass ich ihn einfach angeschrien habe und gesagt habe er soll abhauen. Da hatten wir sogar mal ne halbe Stunde Ruhe. Nachher haben wir die Jungs immer vorgeschoben, sodass der Typ uns nicht zu Nahe kommen konnte.Wir Mädels sind dann auch irgendwann gegen 2 Uhr nach Hause, weil uns die Musik dann angenervt hat, Die meiste Zeit der Party haben wir auch mit Pfandsammeln verbracht :) Was insgesamt ein ziemlich lukratives Geschäft war :)



die Lasershow^^




Sonntag waren Gesa, Joachim und Lola hier in Linköping im Kino. Wir haben uns 'The Last Airbender' in 3D angeschaut. Das schöne in Schweden ist ja, dass alle Hollywood bzw. ausländischen Filme nicht synchronisiert werden. Das heißt bis auf die Kinderfilme laufen die Filme hier auf Englisch (in der Vorschau war sogar ein Film auf Französisch) mit schwedischen Untertitel. Deshalb sprechen die Schweden hier ja auch alle so gut Englisch. Gesa und ich haben dann auch gleich beschlossen Harry Potter 7 hier auch noch in Schweden uns anzuschauen. Zu oft kann man hier aber leider auch nicht ins Kino, da eine Karte mindestens immer 95 SEK (also etwas über 10 €). 3D Filme sind da mit 110 SEK dagegen schon fast günstig. 

Am Anfang der Woche hatten wir dann hier einen ziemlichen Wintereinbruch zu verzeichnen. Montags hatten wir hier -10°C und Dienstag fing es dann hier an wie verrückt zu schneien. Mittwoch schneite es dann auch noch weiter, sodass wir so ungefähr 15 cm Schnee hier zu liegen hatten. Da wurde der Weg zur Uni mit derm Fahhrad teilweise eine echte Schlitterpartie. Bis die Fahrradwege gerräumt wurden, hat es nämlich über anderthalb Tage gedauert. Leider habe ich es nicht geschafft einen Schneemann zu bauen, aber ich hoffe dass es bald nochmal schneit und ich dann einen bauen kann :)
Dienstag morgen
Dienstag abend vor meiner Haustür




an der Uni



Dieses Wochenende war es ja dann hier auch ziemlich ruhig. Freitag war ich bei Pascal, Simon und Jan. Wir haben gemütlich zusammen gesessen, zusammen gekocht und uns gut unterhalten.
Heute morgen oder eher frühen Mittag war ich dann mit Doris hier im Dom zum Gottesdienst. Das war wirklich eine sehr schöne Erfahrung. Obwohl Schweden ja Evangelisch ist, ist der Gottesdienst der katholisch geprägt und hatte viel katholische Elemente. Es gab Messdiener, einen Kantor und ich glaube 4 Pastoren die an dem Gottesdienst mitgewirkt haben.Was mich sehr beindruckt hat war der Chor und der Klang im Dom. Ein Kinderchor hat heute auch sehr schön gesungen. Da der Gottesdienst auf Schwedisch war, habe ich natürlich nicht soo viel verstanden, aber das Glaubensbekenntnis und das Vater Unser waren dann auch für mich gut verständlich. 
Nach dem Gottesdienst sind wir noch eine Runde durch den Dom gegangen. Der Dom verbindet sehr schön alte, klassische und neue Elemente. Es gibt einen neuen modernen Altar und an den Schiffen zwei moderne Fenster und im Kontrast dazu alte Kapellen und Grabmäler die noch aus der Wikinger-Zeit stammen. 
Was ich auch sehr interessant fand war, dass nach dem Gottesdienst die Gemeindemitglieder sich zusammen gesetzt haben und zusammen eine Fika (Kaffe trinken, Kanebulla (schwedisches Gebäck) und erzählen) abgehalten haben. Doris und ich haben uns dann auch einen Kaffee und die leckeren Kanebulla gegönnt. Der Dom war zum Glück beheizt, aber nach über einer Stunde wird einem dann doch etwas kalt und da tat ein warmer Kaffee richtig gut. Als wir da Kaffe tranken, setzte sich auch noch ein Pastor zu uns mit dem wir uns ein wenig auf Deutsch, Schwedisch und Englisch unterhalten haben. 

Gegen 13 Uhr sind Doris und ich dann noch zu Gamla Linköping gefahren und haben uns ein wenig in den Handwerkerläden umgeschaut. 
Jetzt ist es gerade 20 vor vier und es dämmert hier schon ziemlich. Zwischen 16.30 und 17 Uhr ist es hier jetzt inzwischen stockduster. Aber in anderthalb Wochen fängt ja die Weihnachtszeit an und denn ist das bestimmt sehr schön, wenn es dunkel draußen ist und die Weihnachtslichter in den Fenstern leuchten. In Linköping werden von ovember bis Januaer auch viele Gebäude und Gärten mit Lichtern angestrahlt und dekoriert. Diese `Vinter Ljus' (Winterlichter) sind dann in der ganzen Stadt verteilt. Doris wird dazu von der Stadt aus (in Kooperation mit der Uni) eine Führung machen und mir und Gesa das dann hoffentlich alles zeigen. Ich kann leider an dieser Führung nicht teilnhemen, da ich an dem Tag leider ein 6 Stunden Seminar habe :(

Auf zur nächsten Mini-Kreuzfahrt nach Riga

Hier folgt in kürze ausführliches...

Mittwoch, 10. November 2010

Scanbalt Student Cruise nach Tallinn

An dem Sonntag an dem Andy und meine Eltern wieder nach Hause gefahren sind, starte für mich auch ein längerer Ausflug. Mittags fuhren gefühlt 300 Studenten mit mehrern Bussen nach Stockholm zum Fähranleger. Für uns began dort nämlich die Scanbalt Student Cruise nach Tallinn. Gesa, Pascal, Simon und ich teilten uns eine Kabine, die idealerweise auf Höhe des Sonnendeckes war. Auf der Cruise gab es für uns Studenten ein Extra-Programm (u.a. mit Speed Dating, Wahl des originellsten Heimatoutfits und Karaoke). Zudem gab es auf der Fähre unzählige größere und kleinere Parties in den Kabinen und den verschiedenen Bars und Clubs an Bord. Zuerst wurde aber von den ganzen Studenten der Duty-Free Shop gestürmt. 3 Stunden nach Abfahrt musste man immer noch Schlange stehen um überhaupt in den Laden reinzukommen. Wie erwartet ging der Alkohol auch weg wie warme Semmeln :) Zum Glück hatten wir uns größtenteils selber was mitgebracht und den abend gemütlich mit einem Gläschen in der Kabine gestartet. Dazu konnten wir dann auf unserem Fernseher beobachten wie wir uns langsam von Schweden entfernten. Leider war es schon zu dunkel um draußen noch etwas von den Schären mitzubekommen. Gegen 22 Uhr war dann auf der Showbühne der Fähre eine Zirkusshow, wo man sich Tanz-, Gesang- und Akrobatikeinlangen ansehen konnte. Ein paar kleine Zaubertricks gab es da auch zu bewundern. Nach der Show konnte man dann dort Tanzen und Feiern. Gesa und ich sind aber relativ früh ins Bett. Zum einem weil wir am nächsten tag früh raus wollten um soviel wie möglich von Tallinn zu sehen und zum anderen rempelte man durch das Geschaukel des Schiffes doch öfter mal mit jemanden zusammen und bekam irgendwelche Ellenbogen ins Gesicht oder sonst wo hin.
Montag morgen waren wir dann um 9 Uhr (Schwedische Zeit, Estische Zeit war es schon um 10 Uhr) in Tallinn nach 15 Minuten laufen befanden wir uns schon in der Altstadt von Tallinn. Unsere erstes Problem war es erstmal einen Geldautomaten zu finden (Wechselstuben gibt es in Tallinn wie Sand am Meer aber Geldautomaten haben wir  nur einen gefunden). Das Problem hatten wir dann aber nach Nachfragen in der Touristeninfo doch relativ schnell gelöst. Danach haben wir uns denn erstmal ein richtiges Frühstück gegönnt. Leider hatten wir das Café mit der langsamsten Bedienung in ganz Estland erwischt, sodass wir da über eine Stunde rum saßen. Trotzdem haben Gesa und ich es geschafft, die meisten Sehenswürdigkeiten in Tallinn uns anzuschauen. Die Jungs hatten wir gegen Mittag irgendwann verloren, weil sie einfach mal stehen geblieben sind und wir dachten sie holen uns ein... Und dann waren sie einfach weg. So konnten Gesa und ich unser Touri-Programm ohne ein nerviges "müssen wir uns das unbedingt anschauen" durchziehen. Insgesamt haben wir uns das Rathaus, die älteste Apotheke Tallinns (irgenwas um 1490 eröffnet und sie ist immer noch in Betrieb!), die Domkirche, die St. Nikolaikirche das Haus der Black Heads (eine Verbindung deutscher lediger Kaufleute die im Ausland tätig sind), die Katharina-Passage, die Russische Kathedrale, Reste der Stadtmauer mit diversen Türmen und die Reste des Schlosses (davon stehen noch 3 Türme die als Eckpfeiler für den jetzigen Reichstag dienen), den Kanonenturm, das Viru-Tor, die Heilig Geist Kriche mit einer der ältesten Uhren Tallinns an der Kichenmauer, sowie viele weitere alte historische Gebäude. Die Altstadt von Tallinn ist wirklich gut erhalten und man kann an mehrern auch auf die Stadtmauer rauf. Einmal bin ich auch mitgegangen, obwohl es für mich schon eine Herausforderung war, da die Treppenstufen gefühlt 30 bis 40 cm auseinander lagen. Für mich war es schon ein ganzer schöner Kraftakt dort hochzukommen. Daher bin ich beim zweiten Mal auch untern geblieben :) In Tallinn gibt es auch an jeder Ecke was zu entdecken, oft findet man interessante Hinterhöfe mit kleinen Handwerksläden. Auffallend war auch das man an jeder Ecke Bernstein kaufen konnte. Das erinnerte mich sehr an Russland und etwas an uns an der Ostsee :) Nach 7 Stunden Sight-Seeing ging es dann zurück auf die Fähre und damit wieder in Richtung Schweden. Ich habe leider die Abfahrt verschlafen, weil ich so kaputt war. Am Abend gab es wieder eine Zirkusshow, die etwas anders war als die auf der Hinfahrt. Im Anschluss war dann wieder Party. Dienstagmorgen sind wie dann wohlbehalten wieder in Stockholm gelandet und mit dem Bus zurückgefahren. Die Busfahrt war angenehm ruhig, weil die meisten ja Schlaf nachzuholen hatten :)

Dienstag, 9. November 2010

Sightseeing in Linköping

Einen Tag bevor meine Eltern und Andy wieder abreisen mussten, haben wir noch etwas Sightseeing in Linköping betrieben. Zuerst haben wir uns die Uni angeschaut. Ich habe meinen Eltern und Andy den Campus und ein paar Räumlichkeiten gezeigt. Anschließend waren wir in dem Außenbreich von Gamla Stan der direkt an die Uni grenzt. Wir haben uns dort ein wenig umgeschaut, leider waren die Museen und Austellungen in dem Bereich, aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit, bereits alle geschlossen. Daher sind wir direkt weiter zum Hauptteil von Gamla Stan gefahren. In Gamla Stan direkt waren denn einige Häuser offen, z.B. die ehemalige Bank. Zudem hatten ganz viele kleine Handwerkerläden geöffnet. Wir waren dann in den Läden für Schokolade, Holz, Kerzen, Druck, Süßkram und Spielzeug. 
Nach unserem Trip in die Vergangenheit sind wir in die Innenstadt von Linköping gefahren. Dort schauten wir uns dann den Dom, den Martkplatz und allgemein die Innenstadt an. Zum Kaffee waren wir dann schon wieder zu Hause. Abends sind dann noch Doris und Gesa vorbeigekommen und wir haben zusammen gekocht. Zum Nachtisch gab es leckeres Eis, Pepperhärjten (schwedische Kekse) und Glög (schwedischer Glühwein). Dann sind wir früh ins Bett, weil Andy und meine Eltern ja am nächsten Tag früh raus mussten um ihren Bus zum Flughafen zu erwischen. Ich habe sie denn Sonntagvormittag zum Bahnhof gebracht und anschließend meine Sachen gepackt. Denn für mich ging es Mittags auf meine Scanbalt Cruise Tour nach Tallinn. Wie das so war erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Sonntag, 7. November 2010

Stockholm 2

Am Freitag nach meinen Klausuren bin ich dann mit meinen Eltern und Andy nach Stockholm gefahren. In der Nach zu Freitag hat es das erste mal "richtig" geschneit, sodass sogar was auf dem Boden liegen geblieben ist. Donnerstag fielen zwar auch schon erste Flocken, aber die sind gleich wieder weggeschmolzen. Je näher wir mit dem Zug nach Stockholm kommen um so mehr Schnee lag auf den Feldern (bis zu 5 cm). Aufgrund des Schnees hatte unser Zug morgens aber leider auch Verspätung sodass wir über eine Stunde später als geplant erst in Stockholm angekommen sind. 
In Stockholm haben wir uns denn zuerst wieder das Stadthuset angeschaut und sind danach wieder zum Reichstag und zum Schloß. Der Wachwechsel war dieses mal nicht so imposant wie an dem Samstag, wo ich schon mal da war. Es war auch ziemlich kalt und mir taten die Soldaten ziemlich leid, die draußen Wache stehen mussten. Einige sahen nämlich ziemlich verfroren aus. 
Nach dem Wachwechsel haben wir uns die Kronjuwelen, dann ein Museum zur Geschichte des Schlosses und eine Räume des Schlosses besichtigt. Es gab dafür ein Kombi-Ticket, sodass das alles zusammen ziemlich günstig war. Nach dem Kulturprogramm haben wir uns erstmal in ein Café gesetzt. Dort haben wir denn eine Kleinigkeit zum Mittag gegessen und uns aufgewärmt. Anschließend sind wir noch durch die Altstadt gestreift und haben uns in einigen Souvenirläden umgesehen. Zum Ende hin sind wir dann nochmal in die Einkaufsstraße von Stockholm gegangen und dort etwas Schaufensterbummeln gemacht. Anschließend ging es dann, ziemlich erschöpft, mit dem Zug zurück nach Linköping.

Samstag, 6. November 2010

Air Force Museum, Ankunft meiner Eltern und Klausuren

Am Dienstag nach dem Intervallen waren Andy und ich im Airforce-Museum hier in Linköping. Ich brauchte einfach mal eine Lernpause (Donnerstag sollte ich schon meine Klausuren schreiben.) und wollte natürlich Andy auch was von der Stadt zeigen. Im Airforce-Museum werden Militärflugzeuge des diesen und letzten Jahrhunderts ausgestellt und die Geschichte des Fliegens in Schweden erläutert. Für mich viel interessanter war aber die Kinder- und Experimentier-Ecke, wo man im Simulator Flugzeug fliegen konnte oder den Job eines Fluglotsen übernehmen konnte. Zudem gibt es seit diesem Jahr eine Ausstellung über den Kalten Krieg. Da haben sie denn auch ein schwedisches Flugzeugwrack ausgestellt dass von einem Russischen Flieger abgeschossen wurde und erst zum Jahrtausendwechsel gefunden wurde. Die Geschichte und Dokumentation dazu, fand ich richtig interessant und spannend, obwohl ich ja sonst nicht so der Geschichtsfreak bin.

Mittwoch, einen Tag vor meinen Klausuren, kamen dann meine Eltern für 4 Tage auf einen Kurzbesuch vorbei. Andy holte meine Eltern vom Flughafen, währenddessen habe ich zu Hause noch gelernt und unser Abendbrot vorbereitet. Ich habe mich riesig gefreut meine Eltern zu sehen und sie hatten mir auch ganz viele tolle Sachen aus Deutschland mitgebracht, u.a. Schokolade und ein paar dicke Wintersachen :)
 
Donnerstag war denn für mich der Tag der Wahrheit. Ich musste an einem Tag zwei 4 Stunden Klausuren hinter mich bringen. Um 8 Uhr begann für mich meine erste Prüfung in Operations Strategy. In Schweden haben die ein anonymes Prüfungssystem, d.h. der Prüfer weiß nicht wessen Klausur er gerade korrigiert und soll dadurch nicht voreingenommen sein. Um dieses Anonymität zu sichern, bekommt jeder Student für die Klausur eine bestimmte Nummer. Diese muss man dann zusammen mit dem Datum, den Kurscode und den Prüfungscode auf jeden (!!!) Zettel schreiben auf dem man eine Aufgabe gelöst hat. Das ist wenn man 15 Seiten schreibt ganz schön nervig. Bevor du überhaupt in den Prüfungsraum reinkommst, musst du dich mit deinem Studentenausweis bei einem Aufseher registrieren. Die haben denn so lustige Geräte (Compuer), die denn Namen und das Prüfungsfach angeben. Mit diesen Geräten generieren sie auch den Nummerncode um dich zu anonymisieren. Und am Ende der Klausur muss man wieder mit seinem Studentenausweis sich beim Aufseher abmelden und der kontrolliert dann auch nochmal ob man überall den Code notiert  und das Deckblatt richtig ausgefüllt hat. Man muss nämlich auf dem Deckblatt noch angeben wie viele Seiten man insgesamt geschrieben hat und ankreuzen welche Aufgaben man alle gelöst hat. 
Nach meiner ersten Klausur hatte ich ungerfähr 3 Stunden Pause. Um 14 Uhr begann dann meine Prüfung in Quality Managment. Nachdem ich mich da dann auch ungefähr 3,5 Stunden drin abgequält hatte (wobei ich nach den ersten 2,5 Stunden schon so fertig mit der Welt war, dass ich am liebsten einfach abgegeben hätte),  musste ich nach der Klausur noch zu meinem Schwedischkurs, weil wir auch da eine kleine Zwischenprüfung (einen Text schreiben) machen mussten. Als ich denn ungefähr halb neun zu Hause war, war ich sehr froh, dass meine Eltern und Andy mir Ab endbrot gemacht hatten und ich einfach nur noch entspannen konnte. Denn wir wollten am nächsten Tag früh nach Stockholm und ich brauchte dringend etwas Zeit um mich vom Prüfungstag zu erholen.

Mittwoch, 3. November 2010

Intervallen

Die Woche vom 11.10. bis zum 14.10. war geprägt von den Vorbereitungen fürs Intervallen. Da Doris und ich plötzlich die Leitung unserer Gruppe übertragen bekommen haben (unsere Barleader hatten wenig Lust und keine Zeit), waren wir zuständig für die Dekoration. Dadurch haben wir den Dienstag- und Mittwochabend damit verbracht eine Palme und ein Bar-Schild auf Karton zu malen und auszuschneiden. Desweiteren haben wir eine Getränkekarte designt und diverse Einkäufe erledigt.

Donnerstag war dann der große Tag. Als Dank für unsere Bemühungen durften Doris und ich auch extra viele Schichten an dem abend machen (auf uns Deutsche ist ja nunmal Verlass). Dennoch habe ich es geschafft, mir zwischendurch mal eine Pause zu ergattern. Gleich am Anfang habe ich am Eingang Tickets entgegen genommen und Stempel verteilt. Danach hatte ich etwas freie Zeit um mit Andy zu Tanzen und mit meinen Leuten zu Quatschen. Anschließend hatte ich dann eine Stunde Dienst an der Gardrobe. Meine letzte Schicht hatte ich an der Bar, da aber die Party da schon fast zu Ende war, hatte ich dort nicht mehr sehr viel zu tun. Nachdem die Partygäste gegangen waren, ging es dann ans große Reinemachen. Eigentlich hatten Doris und ich uns fest vorgenommen keine Klos zu putzen, aber durch die Müdigkeit und mangelnde Putzfähigkeit einiger Gruppenmitglieder, mussten wir dann doch leider schrubben. Um 5 Uhr nachts also 13 Stunden Arbeit waren wir dann endlich fertig und wir konnten nach Hause. Ich konnte mir sogar ein paar Andenken sichern, wie z.B. das Werbeplakat das ich designt habe und das Bar-Schild =)