Es ist viel passiert seit meinem letzten Blogeintrag. Es tut mir auch leid dass ich solange nicht geschrieben habe, aber ich hatte zwischenzeitlich eine ziemlich heftige Erkältung und habe da außer wenn ich zu Uni musste lieber im Bett gelegen.
Die Tage hier in Schweden werden merklich kürzer und auch kälter. Der Herbst ist da und ich wünschte mir, dass ich mehr dicke Wintersachen eingepackt hätte. Aber zur Not muss ich mir hier noch ein paar dicke Winterpullis kaufen.
Die Zeit rast auch nur so dahin. In zwei Wochen schreibe ich schon Klausuren und meine Wochenenden sind bis Weihnachten fast alle durchgeplant. Diesen Monat muss ich auch schon meine Wohnung kündigen.
Die Erkältung hat mich leider mit meinen Plänen und Aufgaben ganz schön zurückgeworfen. Durch den schnellen Wetterumschwung und dadurch das hier auch viele andere erkältet waren, ging das mit dem Erkälten relativ leicht. Fehlende Ruhe und zu viele Parties haben dann ihr übriges getan. Ich habe daher auch zwei Wochen auf fast alle Parties verzichtet und mich in mein Bett mit ein paar Büchern verkrochen (Ich habe in einer Woche 3 Bücher durchgelesen).
Letzte Woche hatten wir unsere Overall Premiere und ich meinen ersten Kravall. Bei der Overall-Premiere sind wir leider ziemlich nass und sehr dreckig geworden. Meine schöner Overall war voll mit Dreck und Grasflecken, weil wir über den Boden robben und Hänge runterrutschen mussten. Zum Glück war mein Overall aber nicht so matschig wie andere. Man darf den Overall nämlich nicht einfach in die Waschmaschine stecken :( Das darf man nur machen, wenn ein anderer sich darauf übergeben hat (ich weiß sehr eklige Regel). Um den Overall trotzdem etwas sauber zu bekommen darf man sich ihn anziehen und sich damit unter die Dusche oder draußen in den Regen stellen. Ich habe mich dann doch lieber für die Dusche und das Waschbecken entschieden. Jetzt sind meine Aufnäher wieder einigermaßen sauber und der Overall riecht nicht mehr so merkwürdig.
Nach dem Wochenende in Vimmerby war am Dienstag das International Buffet. Jeder sollte aus seinem Heimatland etwas kochen und mitbringen. Auf dem Buffet gab es viele leckere Sachen: Kötbullar, Kartoffelsalat, Brezeln, Sachertorte und und und...
Leider haben wir davon nicht sehr viel abbekommen. Denn wir durften nur Tischweise ans Buffet und ich saß an dem drittletzten Tisch :( Wir haben da schon mit dem Gedanken gespielt nach dem Buffet zu McDonalds zu gehen :)
Am Donnerstag in der gleichen Woche bin ich dann mit Gesa zu Pascal, Jan und Simon gefahren um dort mit noch ein paar anderen an unseren Overalls weiter zu arbeiten. Gesa und ich waren aber mehr damit beschäftigt den Jungs zu zeigen wie man richtig näht :) Trotzdem war es ein schöner Abend und ich konnte meine aufgeklebten Patches nachnähen.
Das Wochenende vor dem Kravall und der Overall-Premiere war ich über das ESN in Gränna und Visingsö. Leider war das Wetter nicht so super. Es war kalt und sehr bedeckt.
Gränna ist bekannt für seine Zuckerstangen, die im ganzen Land verkauft werden. In Gränna, das etwa eine Stunde von Linköping entfernt liegt haben wir uns die erste Zuckerstangenmanufactur (die wurde von Amalia Erikson gegründet; sie war damit die erste Unternehmerin Schwedins und hat für die Fertigung der Zuckerstangen sogar die Erlaubnis des Königs bekommen (Frauen durften zu der Zeit nämlich in Schweden noch nicht arbeiten)) in Gränna angeschaut. Da konnten wir zuschauen wie man Zuckerstangen fertigt und sogar frische und noch warme Teile davon probieren. Anschließend konnte man dort in dem Laden ordentlich Süßkram einkaufen. Das habe ich denn auch gleich gemacht und somit schon ein paar Weihnachtsgeschenke und Mitbringsel organisiert. Es gab da so viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen von dem Traditionellem mit Pfefferminz über Multivitamin, Vanille bis hin zur Bier und Whisky. Aber an den letzten beiden Sorten habe ich mich dann doch nicht herangetraut.

Gränna ist bekannt für seine Zuckerstangen, die im ganzen Land verkauft werden. In Gränna, das etwa eine Stunde von Linköping entfernt liegt haben wir uns die erste Zuckerstangenmanufactur (die wurde von Amalia Erikson gegründet; sie war damit die erste Unternehmerin Schwedins und hat für die Fertigung der Zuckerstangen sogar die Erlaubnis des Königs bekommen (Frauen durften zu der Zeit nämlich in Schweden noch nicht arbeiten)) in Gränna angeschaut. Da konnten wir zuschauen wie man Zuckerstangen fertigt und sogar frische und noch warme Teile davon probieren. Anschließend konnte man dort in dem Laden ordentlich Süßkram einkaufen. Das habe ich denn auch gleich gemacht und somit schon ein paar Weihnachtsgeschenke und Mitbringsel organisiert. Es gab da so viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen von dem Traditionellem mit Pfefferminz über Multivitamin, Vanille bis hin zur Bier und Whisky. Aber an den letzten beiden Sorten habe ich mich dann doch nicht herangetraut.
| Zuckerstangen in alles Geschmacksrichtungen! |
| Und so... |
| ....werden die... |
| ...Zuckerstangen... |
| ... gemacht! |
| mein Einkaufskorb :) |
| Denkmal für Amalia Erikson |
Leider war die Organisation vom ESN nicht so super. Nach dem Shoppingexzess hatten wir noch 3 Stunden Zeit in Gränna bis die Fähre nach Visingsö (eine kleine Insel im Vättern) fuhr. Sodass Gesa, Doris und mir nachher schon etwas langweilig war. Denn viele Läden und Cafées hatten bereits geschlossen, da die Saison hier in Schweden jetzt definitv vorbei ist.
Wir haben uns denn etwas den Ort angeschaut (der aber neben den ganzen Zuckerstangenläden nicht viel zu bieten hat) und uns dann in einen kleinen Imbiss gesetzt und dort gegessen. Anschließend sind wir zum Hafen runter und haben uns dort noch etwas umgeschaut.
Gegen 15 Uhr legte dann die Fähre ab. Aufgrund des schlechten Wetters war die Überfahrt ziemlich schaukelig und mir war auch ziemlich schlecht. Ich war auch wirklich froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. In Visingsö konnten wir dann mit Fahrräden die Insel erkunden, wo es mehrere alte Burgruinen gibt. Blöderweise war bei meinem Fahrrad die Kette zu lang, dadurch ist sie mir zweimal abgesprungen. Aber Pascal und Simon hatten zum Glück genug Ahnung und Geschick um sie wieder raufzumachen. Mit dem Fahhrad über Visingsö zu fahren war auch nicht sehr spaßig, da es sehr windig und kalt war. Wir haben uns deshlab nur den Teil mit den Ruinen angeschaut und sind denn zurück zum Hafen, wo wir glücklicherweise eine Fähre eher zurück nach Gränna nehmen konnten, um uns da in ein Restaurant zu setzen und uns aufzuwärmen. Auf Visingsö hatte nämlich alle Gaststätten geschlossen.
Abends sind wir denn wieder mit dem Bus zurück nach Linköping.
Am Sonntag hatte ich dann noch ein Gruppentreffen für das Intervallen, aber das war leider auch nicht sonderlich produktiv. Wir haben ein paar alkoholfrei Cocktails probiert und uns über die Deko unterhalten. Aber außer Doris und mir kam von den anderen nicht viel sinnvolles.
Meine Woche war denn geprägt von Uni und Kranksein. Donnerstag war denn wie oben schon erwähnt die Overall-Premiere und der Kravall. Auf dem Kravall war es sehr gut. Es gab verschiedene Bereiche mit unterschiedlicher Musik. Viele verschiedene lustig-klingende Cocktails und es hat auch eine Band gespielt. Ich fand es nur für eine Uni-Party und eine Uni mit 20.000 Studenten ziemlich leer. Es hat natürlich auch was gutes wenn sich nicht so viele Leute auf der Tanzfläche drängen, aber dass die Tanzfläche halbleer ist finde ich denn auch ein wenig seltsam.
Samstag ging es dann früh mit dem Bus nach Göteborg. Nach 3,5 Stunden Fahrt kamen wir kurz vor 11 Uhr in Göteborg am Hauptbahnhof an. Unsere erste Station war erstmal unser Hostel um unsere Sachen abzugeben. Danach sind wir mit der Straßenbahn zurück in die Innenstadt gefahren und haben uns das Stadtmuseum angeschaut. Anschließend sind wie durch das Zentrum von Göteborg gelaufen, das durch eine sehr schöne Architektur und durch kleine Kanäle geprägt ist. Zum Mittag haben wir uns mit einer Freundin von Doris getroffen, die in Göteborg studiert. Danach sind wir die Einkaufstraße von Göteborg langmaschiert, waren im Hard Rock Café und im nordstan (einem riesigen Einkaufszentrum). Gegen Abend waren wir dann noch in einem Park in der Nähe unseres Hostels und haben uns dort Elche, Rehe, Ziegen und Pferde angeschaut. Zum Abschluss des Tages waren wir dann noch in einem kleinen Restaurant in der Nähe unseres Hostels essen und sind danach total fertig ins Bett gefallen. Unser Hostel war recht schön. Die Betten waren zwar etwas hart, aber für eine Nacht war es ganz ok und wir hatten Sonntag ein super Frühstück.
Sonntag sind wir dann mit der Tram an den Stadtrand von Göteborg gefahren und von da auf eine Fähre umgestiegen, um uns die Schären vor Göteborg anzuschauen. Das Tolle ist, dass die Fähren in normalen Stadtverkehr enthalten sind und man sie nicht extra bezahlen muss :) Wir sind auf einer Insel auch ausgestiegen und haben sie etwas erkundet, aber leider mussten wir auch hier feststellen, dass alle Cafés schon geschlossen haben. Wir sind dann mit der nächsten Fähre weiter durch die Schären und denn zurück nach Göteborg gefahren. Dort haben wir dann nochmal ausreichend Abendbrot gegessen und sind denn wieder mit dem Bus zurück nach Linköping. Wir hatten Glück, dass es sogar zwei Busse nach Linköping gab und unser Bus ohne Zwischenstopps durchgefahren ist.
Die Woche muss ich jetzt viel lernen, noch einige Reports schreiben und noch einige Sachen nachholen die ich die letzten beiden Wochen nicht so geschafft habe.
Freitag kommt denn endlich Andy mich besuchen. Darauf freu ich mich schon sehr :) Samstag werden wir dann auch gleich mit Gesa und Doris nach Stockholm fahren :) Wie es da war erfahrt ihr den bald.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen