Soo, gestern war nur hier die schwedische Variante des Münchner Oktoberfestes: Das München Hoben. Bis auf die Maß-Krüge, hatte die Party hier aber nicht so viel mit der bayrischen Variante gemeinsam. Pascal, Rainer, Doris (Rainer und Doris sind Studenten aus Paderborn und wir haben uns bei der Gamla Linköping Tour kennen gelernt) waren pünktlich um 17 Uhr zum Beginn da und standen dann gleich mal wieder 2 Stunden in der Schlange. Aber man gewöhnt sich langsam, aber sicher, an das Queueing. Wenn man es vermeiden will, muss man eben viel früher oder viel später als die ganzen anderen Leute da sein ;) Gestern hat es wahrscheinlich auch so lange gedauert, weil jeder einzelne Student anhand seines Studentenausweises kontrolliert wurde.
Im Gelände dann angekommen, gab es zwei Bierstände, wo man sich ein Maß mit Bier oder Cider gefüllt kaufen konnte. Den Maß-Krug konnte man denn auch am Ende des Abends mit nach Hause nehmen. Zwischendurch konnte man ihn auch für einen relativ günstigen Preis (für schwedische Verhältnisse), auffüllen lassen. Ich habe ihn aber nur einmal nachfüllen lassen und nach anderthalb Krügen (zwischen denen zwei Stunden Pause war), hatte ich auch einen richtigen Wasserbauch. Die Jungs haben sich aber 3 bis 4mal oder noch öfter nachfüllen lassen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich keine Lust hatte die ganze Zeit das Gewicht des Kruges mit Inhalt zu halten. So ein voller Maß-Krug ist schon ganz schön schwer, da war er mir leer viel angenehmer :)Nur ihn leer zu bekommen war schon schwer für mich. Zum Ende habe ich den Krug immer weiter gereicht. Man musste aber sehr gut aufpassen, dass der Krug wiederkam. Einigen wurde der Krug sogar gestohlen.
Zudem gab es auf dem Gelände eine Bühne wo schwedische Pop-Musik gespielt wurde. Davon habe ich aber nicht viel mitbekommen, da die Musik viel zu leise war. Dann gab es denn noch einen Hamburger-Stand (die waren echt lecker und richtig groß) und einen Pizza-Stand. Ich hätte mich aber über einen Brezen-Stand mehr gefreut ;) Richtig sitzen und schunkeln wie man das aus dem Fernsehen vom Münchner Oktoberfest kennt konnte man auch nicht. Es gab zwar ein etwas größeres Zelt wo man sitzen konnte und über den Platz waren auch Bänke verteilt, aber die Gemütlichkeit eines Oktoberfestes kam nicht auf. Zumal es zwischendurch nochmal mehrmals geregnet hat. Ganz neckisch war aber noch, dass einige Schweden in Dirndl und Lederhosen rumliefen. Die Feier war dann auch im 1 Uhr schon vorbei, was für deutsche Verhältnisse ja doch relativ früh ist, aber so hatte ich genug Zeit zum ausschlafen :)
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| in der Warteschlange |
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| endlich was zu trinken |
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| die Schlange bevor es ins Gelände ging (hinter uns war die Schlange nochmal so lang) |
Gegen 12 Uhr war heute nämlich das große Overall Try-Out. Auch dort war denn erstmal wieder Schlange stehen angesagt. Für Christina, Bettina (eine Freundin von Christina) mich und noch ein paar andere kleinere Mädels war das richtige Aussuchen des Overalls eine Kunst. Die Overalls gibt es nur in Männergrößen und die kleinste Größe die sie da hatten war mir gefühlt 2 bis 3 Nummern zu groß. Nun habe ich auf Verdacht einen kleineren Overall (Größe 44) bestellt, den sie aber nicht da zum anprobieren hatten. Ich hoffe dass er mir dann aber trotzdem passt. Wie er dann an mir aussieht, werdet ihr in 2 bis 3 Wochen erfahren. Dann bekommen wir endlich unsere eigenen Overalls :) Ich freu mich schon richtig darauf ihn zu verzieren. Obwohl das natürlich auch viel Arbeit ist, die ganzen Aufnäher anzubringen. Zudem ist es hier Sitte seinen Namen aus Stoff auf einen Hosenbein anzubringen und gelbe Streifen an der Seite des Overalls anzunähen.
Nachdem Overall Try-Out waren Pascal und ich nochmal im International Office um uns für eine schwedische Gastfamilie zu bewerben. Das ist ein Angebot der Uni und der Stadt um als Exchange Student die schwedische Kultur besser kennen zu lernen.
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